Wenig Grund zum Feiern am 8. März sieht Arbeitsmarktexpertin
Sabine Zimmermann angesichts des dramatischen Zuwachs
prekärer Beschäftigung bei Frauen. In einer
umfangreichen Anfrage verlangte DIE LINKE von der Bundesregierung
Auskunft über die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
Trotz steigender Erwerbsquote nahmen die mit Frauen besetzten
Vollzeitstellen seit 1999 um rund 640 000 ab, dagegen
stiegen die Teilzeitjobs um 1,13 Millionen und die Minijobs
seit 2003 um 930 000 zu. Hatten 1998 noch 1,71 Millionen
Frauen befristete Arbeitsverträge, waren es 2008
bereits 2,35 Millionen - ein Zuwachs von 37 Prozent. Die
Zahl der Leiharbeiterinnen stieg von 63 488 im Jahr 1999
bis zum Krisenjahr 2008 auf 197 625 - also auf das Dreifache. MEHR
Gleichstellung: Gleiche Teilhabe, Schutz vor Diskriminierung
Niedriglöhne: Mindestlohn statt Armut trotz Arbeit
Mindestlohn: 10 € pro Stunde - flächendeckend
und gesetzlich
Cornelia Möhring: Familienministerin + Frauenpolitik
= Zynismus pur
Yvonne Ploetz, Cornelia Möhring: »Brot und Rosen«
zum 8. März
Flugblatt: Wer nicht kämpft,
hat schon verloren (PDF)
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In der feinkeramischen Industrie liegen die Tariflöhne
bei 8,95 Euro, in der Kunststoff-
industrie 8,18 Euro, im Einzelhandel in NRW 7,73 Euro, in
der Steine- und Erdenindustrie in Thüringen 6,83 Euro,
im Bewachungsgewerbe in Berlin 5,50 Euro und im Friseurhand-
werk in Sachsen 3,06 Euro. Das ist die Realität, wie
sich Leistung in diesem Lande lohnt. Der Niedriglohnsektor
hat in zwischen Ausmaße angenommen, die unerträglich
sind. DIE LINKE hat jetzt erneut einen Antrag in den Bundestag
eingebracht, in dem sie einen flächendeckenden gesetzlichen
Mindestlohn fordert. mehr