Für eine neue soziale Idee.

Pressemitteilung
04.03.2006 – Katrin Kunert

Merkel bald Bundestrainerin?


Wenn es nach den Abgeordneten Norbert Barth (CDU), Reinhold Hemker (SPD) und Miriam Gruß (FDP) gehen würde, dann müsste der Bundestrainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages den Abgeordneten Rede und Antwort über die desolate Leistung der deutschen Fußballnationalmannschaft stehen. „Absurd“, meint Katrin Kunert, sportpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE., und schließt sich den Meinungen des Vorsitzenden des Sportausschusses Dr. Peter Danckert (SPD) und des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Fritz Kuhn an.

Was erwarten sich die drei Abgeordneten von der Befragung? Etwa Antworten wie: die Spieler müssen schneller laufen, höher springen und besser passen. Wichtigere Fragen, als die über den momentanen Zustand der Nationalmannschaft wäre doch eher; wie sieht die gegenwärtige Jugendarbeit und Sportförderung aus und was macht die Politik um speziell Jugendfußball und im allgemeinen Sport zu unterstützen und zu fördern?

Wer Angst habe, die Nationalmannschft ruinieren das "Bild von Deutschland", der sollte sich fragen, was die hohe Arbeitslosigkeit oder die BND-Affäre mit Deutschlands Bild anstellen. Jürgen Klinsmann ist dem Sportausschuss oder dem Deutschen Bundestag keine Rechenschaft schuldig. Welche Spieler er wann zum Kader der Nationalmannschaft beruft ist allein seine Angelegenheit. Den Zeitrahmen gibt die FIFA vor - Anfang Mai 2006 - und die Ernennung erfolgt in Eigenverantwortung in Abstimmung mit dem DFB. "Sport und Politik müssen weiterhin getrennt bleiben", fordert Katrin Kunert.

Wenn nicht, dann werden wir in den nächsten Wochen spannende Debatten über den gegenwärtigen oder einen zukünftigen Bundestrainer erleben, die in der Abstimmung über den Bundestrainer XY enden wird. Wollen wir das wirklich? Gibt es nicht bereits genug Bundestrainer im Lande?

Katrin Kunert und die Bundestagsfraktion DIE LINKE. wünschen Jürgen Klinsmann ein glückliches Händchen bei der Wahl seiner Spieler und viel Erfolg bei der FIFA Fußball WM im eigenen Land. Abschließend sollten wir den Fußball nicht zu hoch bewerten. Er ist zwar die schönste Nebensache der Welt, aber eben nur eine Nebensache.

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