18.03.2010 - Katrin Kunert
Zur ersatzlosen Streichung des Sportstättenförderprogramms Goldener Plan Ost erklären die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Katrin Kunert, und der Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE Jens Petermann, Mitglied im Sportausschuss:
Falsches Signal an den Breitensport
Dem Sportstättenförderprogramm Goldener Plan Ost hat Schwarz-Gelb nicht einmal eine Beerdigung zweiter Klasse gegönnt. Die Regierungshaushälter haben das Votum des Sportausschusses ignoriert und die ostdeutschen Sportstätten dem Kulturprogramm der Ski-WM geopfert: Das ist Umverteilung von unten nach oben. Dabei haben die Kommunen Unterstützung bitter nötig, nicht nur im Osten. Sie sind durch diesen Haushaltsplan sowieso schon nahezu handlungsunfähig. Wenn die Kommunen auf diesem Weg zunehmend ausgetrocknet werden, ist ein weiterer Verfall der Sportanlagen vorprogrammiert.
Deshalb hat DIE LINKE eine Aufstockung des Goldenen Plans von 2 auf
20 Millionen Euro gefordert und die Ausdehnung auf strukturschwache
Regionen in den alten Ländern. 2008 waren 60% der Sportstätten
im Osten und 40% der Anlagen im Westen sanierungsbedürftig, die
zwei Millionen somit nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die
Mittel komplett zu streichen, ist ein falsches Signal an den Breitensport.
Katrin Kunert, März 2010




