24.09.2009 - Katrin Kunert
LINKE fordert erneut Soforthilfen des Bundes für Kommunen
"DIE LINKE erwartet von der Bundesregierung eine verbindliche
Zusage zur finanziellen Entlastung der Kommunen und eine deutliche
Aufstockung des Bundesanteils bei der Finanzierung der Kosten für
Unterkunft, Grundsicherung im Alter und Erwerbslosigkeit", so
Katrin Kunert angesichts der Antwort der Bundesregierung auf eine
schriftliche Frage der Fraktion DIE LINKE, wonach es durch Steuerentlastung
zu einer Belastung der Kommunen und damit zu Mindereinnahmen gekommen
ist. Die kommunalpolitische Sprecherin Der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Allein im Zeitraum von Oktober 2008 bis Juli 2009 hat die Bundesregierung
zehn Gesetzesvorhaben zur Steuerentlastung verabschiedet, die in der
Zeit von 2009 bis 2013 laut Bundesregierung zu Mindereinnahmen in
Höhe von 19,8 Milliarden Euro führen wird. Dabei reicht
die Bandbreite der Steuerausfälle für die Kommunen von 2,9
Milliarden Euro im Jahr 2009 bis zu 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2013.
Hinzu kommen als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise dramatische
Gewerbesteuereinbrüche, laut Angaben des Städte- und Gemeindebundes
bis zu sieben Milliarden Euro allein für 2009, und eine Kostenexplosion
bei den Sozialausgaben. Letztere werden in diesem Jahr nach Schätzung
der kommunalen Spitzenverbände erstmals die Marke von 40 Milliarden
Euro überspringen.
DIE LINKE fordert eine Neuordnung der Finanzen zwischen Bund, Ländern und Kommunen mit dem Ziel, die strukturelle Schieflage der kommunalen Finanzausstattung im föderalen System nachhaltig zu überwinden und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen dauerhaft herzustellen. Städte, Gemeinden und Landkreise brauchen Stabilität und Planungssicherheit. Bürgerinnen und Bürger erwarten, auch und gerade in Krisenzeiten von ihren Städten und Gemeinden ein verlässliches Netz an öffentlichen Dienstleistungen. Dafür brauchen die Kommunen eine solide Finanzausstattung."
Katrin Kunert, September 2009




