
Katrin Kunert
Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark

Leitfaden Sozialticket
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie diesen Leitfaden in die Hand nehmen, werden Sie sich
vielleicht fragen, warum sich eine Bundestagsfraktion mit der
Einführung von Sozialtickets
in Städten und Landkreisen befasst. Ist das nicht eine
rein kommunale Angelegenheit? Auf den ersten Blick könnte
man zu dieser Auffassung gelangen.
Wir meinen aber, dass es kein rein kommunales Thema ist. Warum?
Zum einen liegen die Gründe dafür, dass sich Bürgerinnen
und Bürger in den Kommunen auf den Weg machen, um für
die Einführung eines Sozialtickets zu kämpfen, in
bundespolitischen Entscheidungen.
Die Hartz-Gesetze führen dazu, dass immer mehr Menschen
von kulturellen, politischen und sozialen Prozessen ausgeschlossen
sind. Sie können nur noch
selten in vollem Maße am gesellschaftlichen Leben in ihrer
Stadt oder Gemeinde teilnehmen. Deshalb meint die Fraktion DIE
LINKE: „Hartz IV muss weg“.
Zum anderen sind wir der Auffassung, dass Mobilität ein
Grundrecht ist. Für dessen Durchsetzung müssen auf
Bundesebene Standards festgelegt und die Finanzierung
sichergestellt werden. Hier liegt die Verantwortung des Bundes.
Ein Schritt in diese Richtung wäre auch die Einführung
eines Sozialtickets für die
Deutsche Bahn, eine Initiative der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
Dritter Grund und direkter Anlass für die Erarbeitung
des Leitfades war ein bundesweites Treffen lokaler Initiativen,
die sich für die Einführung von Sozialtickets
und Fahrscheinen zum Nulltarif engagieren, sowie mit Vertreterinnen
und Vertretern aus Städten und Landkreisen, die bereits
ein Sozialticket eingeführt haben.
Zu diesem Treffen hatte die Bundestagsfraktion DIE LINKE am
21. Januar 2008 eingeladen. Es war die Bitte der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer, ihre und die
Erfahrungen anderer Initiativen auszuwerten, aufzubereiten und
daraus Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger,
die sich auf diesem Gebiet engagieren wollen,
abzuleiten, damit nicht jedes Mal das Fahrrad neu erfunden werden
muss. Wir sind dieser Bitte gern gefolgt.
Auch wenn die Broschüre keinen Anspruch auf Vollständigkeit
erheben kann, hoffen wir, Ihnen Anregungen geben und Engagierte
motivieren zu können,
sich für die Einführung von Sozialtickets einzusetzen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie den Leitfaden weit verbreiten
– sei es in entsprechenden Initiativen und Verbänden oder
an weitere interessierte Bürgerinnen
und Bürger.
Mit solidarischen Grüßen
Katrin Kunert und Katja Kipping




