Für eine neue soziale Idee.


PDF-Downloads - Leirfaden Sozialticket

Katrin Kunert

Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark

 

 

 

 

 


28.10.2008 – PDF

Leitfaden Sozialticket

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diesen Leitfaden in die Hand nehmen, werden Sie sich vielleicht fragen, warum sich eine Bundestagsfraktion mit der Einführung von Sozialtickets
in Städten und Landkreisen befasst. Ist das nicht eine rein kommunale Angelegenheit? Auf den ersten Blick könnte man zu dieser Auffassung gelangen.
Wir meinen aber, dass es kein rein kommunales Thema ist. Warum?

Zum einen liegen die Gründe dafür, dass sich Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen auf den Weg machen, um für die Einführung eines Sozialtickets zu kämpfen, in bundespolitischen Entscheidungen.
Die Hartz-Gesetze führen dazu, dass immer mehr Menschen von kulturellen, politischen und sozialen Prozessen ausgeschlossen sind. Sie können nur noch
selten in vollem Maße am gesellschaftlichen Leben in ihrer Stadt oder Gemeinde teilnehmen. Deshalb meint die Fraktion DIE LINKE: „Hartz IV muss weg“.

Zum anderen sind wir der Auffassung, dass Mobilität ein Grundrecht ist. Für dessen Durchsetzung müssen auf Bundesebene Standards festgelegt und die Finanzierung
sichergestellt werden. Hier liegt die Verantwortung des Bundes. Ein Schritt in diese Richtung wäre auch die Einführung eines Sozialtickets für die
Deutsche Bahn, eine Initiative der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Dritter Grund und direkter Anlass für die Erarbeitung des Leitfades war ein bundesweites Treffen lokaler Initiativen, die sich für die Einführung von Sozialtickets
und Fahrscheinen zum Nulltarif engagieren, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Städten und Landkreisen, die bereits ein Sozialticket eingeführt haben.
Zu diesem Treffen hatte die Bundestagsfraktion DIE LINKE am 21. Januar 2008 eingeladen. Es war die Bitte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre und die
Erfahrungen anderer Initiativen auszuwerten, aufzubereiten und daraus Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger, die sich auf diesem Gebiet engagieren wollen,
abzuleiten, damit nicht jedes Mal das Fahrrad neu erfunden werden muss. Wir sind dieser Bitte gern gefolgt.
Auch wenn die Broschüre keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, hoffen wir, Ihnen Anregungen geben und Engagierte motivieren zu können,
sich für die Einführung von Sozialtickets einzusetzen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie den Leitfaden weit verbreiten – sei es in entsprechenden Initiativen und Verbänden oder an weitere interessierte Bürgerinnen
und Bürger.

Mit solidarischen Grüßen
Katrin Kunert und Katja Kipping

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