Politik - Abgeordneten-Telegramm
26.09.2010 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm 147
Überschrift
Die Pläne zur Umgestaltung der Krankenkassenfinanzierung aus dem Bundesgesundheitsministerium haben wie erwartet die Zustimmung der Bundesregierung erhalten, die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger aber nicht .
Sie lösen nicht ein einziges Problem der gesetzlichen Krankenversicherung. In den letzten Jahren wurden verstärkt die Versicherten zur Kasse gebeten, wenn die Ausgaben für Arzneimittel, Krankenhäuser oder Honorare ausuferten.
Das geschah über drastische Beitragserhöhungen- 1992 betrug der durchschnittliche Beitrag 12,3 Prozent…
Die Praxisgebühr wurde eingeführt, Zuzahlungen wurden mehr und der Leistungskatalog wurde immer weiter eingeschränkt.
Wie schon bei der letzten sogenannten Gesundheitsreform haben dies alle kritisiert, nur die Pharmaindustrie nicht! In Expertenkreisen in Fragen Gesundheit wird vom Selbstbedienungsladen gesprochen…
Den Besserverdienenden wir d der Wechsel in die private Kasse erleichtert und somit dem Solidargedanken einer Krankenkasse völlig entgegengewirkt.
Die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an Aufgaben wie Präventionsarbeit an Schulen und Kindergärten, Schwangerenbetreuung oder Geburten, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben gehören und zudem versichern sie 20 Millionen Familienangehörige mit, die keinen Beitrag zahlen! Das muss erst einmal erwirtschaftet werden!
Was aber, wenn die hohen Gehälter mit einer Bemessungsgrenze „geschützt“ werden oder zu viele Menschen zu wenig Lohn erhalten und somit wenig in die Krankenkasse einzahlen?
Ja, die Einnahmeseite der gesetzlichen Krankenkasse muss verbessert werden! Indem alle einzahlen…vom Abgeordneten bis zur Verkäuferin!
Aber das, was jetzt vorgeschlagen wird, liebe Leserinnen und Leser, müssen wir alle öffentlich ablehnen!
Ihre Katrin Kunert Fraktion Die LINKE im Bundestag
|