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Politik - Abgeordneten-Telegramm

22.11.2010 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm 155

UN- Kinderrechtskonvention

In der vergangenen Woche beteiligte ich mich an der Aktion zum Jahrestag der UN- Kinderrechtskonvention und diskutierte mit Schülerinnen und Schülern am Winckelmann- Gymnasium in Stendal über die Rechte von Kindern und Jugendlichen.


Zu dieser Aktionswoche hatte UNICEF aufgerufen. In der Konvention ist eine Reihe von Rechten für Kinder festgeschrieben, was aber nützen sie, wenn sie nicht bekannt sind? Das Recht auf Meinungsfreiheit, das Diskriminierungsverbot, das Recht auf Bildung oder die soziale Sicherung oder wie können Kinder und Jugendliche mitbestimmen?


Nur wenn das Wissen um die Rechte von Kindern weit verbreitet ist, können diese Rechte zu größerer Wirksamkeit gelangen.


Die Bundesregierung hat zum Beispiel das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert.


Und wie gewaltfrei werden Kinder erzogen? Eine Umfrage unter Schülerinnen und Schülern der achten Klasse am Gymnasium hat ergeben, dass fast alle Befragten nicht mit Gewalt erzogen werden wollen. Bei der Erziehung der eigenen Kinder später halten allerdings 90%  den „Klaps auf den Hintern“ für notwendig.


Diskriminierungen von Kindern und Jugendlichen wegen ihrer sozialen Herkunft, was sich meist in der Bekleidung ausdrückt, sind selbst an einem Gymnasium anzutreffen.


Ein Anfang zumindest in dieser Klasse ist gemacht. Kinderrechte müssen vielmehr in die öffentliche Debatte. Es gibt Schulen mit Arbeitsgemeinschaften zu Kinderrechten.


Vielleicht gelingt es uns gemeinsam künftig besser über Kinderrechte zu diskutieren, denn dem Aufruf von UNICEF folgten am Ende nur zwei Schulen, sich an dieser Aktionswoche zu beteiligen. Einen herzlichen Dank geht an Frau Nellessen, die mit mir gemeinsam diese Unterrichtsstunde gestaltet hat.

 

Ihre Katrin Kunert
Fraktion Die LINKE im Bundestag

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