Politik - Abgeordneten-Telegramm

Katrin Kunert
Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark
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06.02.2008 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm XII Arbeit-Rente- GrundsicherungDerzeit bereite ich mich auf eine Klausurtagung meines Arbeitskreises vor. Klausurtagungen bieten die Möglichkeit, sich konzentriert Themen zu widmen, die im Tagesgeschäft im Bundestag nur wenig oder gar nicht bearbeitet werden können. Wir wollen uns mit Arbeit-Rente- Grundsicherung beschäftigen! Und in Vorbereitung auf Nürnberg bin ich auf eine Initiative des DGB in Mittelfranken gestoßen, die ich bemerkenswert und wichtig finde. Unter dem Motto "Solidarität statt Zerstörung" entwickeln die Gewerkschafter Modelle, nach denen Menschen mit niedrigen Einkommen nicht in der Altersarmut landen sollen. Das heißt, sie rechnen durch, wie Rentenpunkte aufgewertet werden müssten bzw. wie armutsfeste Löhne aussehen müssen. Derzeit gibt es 2 Millionen Menschen, die nicht mehr mit einem Job auskommen, 2,5 Millionen Menschen arbeiten zu Löhnen, die unter der Hälfte des Durchschnittseinkommen liegen und es gibt über 2 Millionen Menschen, die als Solobeschäftigte in überwiegend prekären Bedingungen arbeiten. Wie sollen sich diese Menschen eine auskömmliche Rente aufbauen? Die schon beschlossen Absenkung der Rentenleistungen um ein Drittel und das derzeitige Lohnniveau werden das Problem der Altersarmut in einem viel größeren Ausmaß auf uns zukommen lassen, als dies heute von der großen Koalition anerkannt wird. Ich finde die Initiative des DGB gut, sie schließt an das an, was die LINKE im Bundestag stets auf die Tagesordnung setzt: Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung, Einführung von Mindestlöhnen, damit die Menschen ihre Rente selbst erarbeiten können und nicht auf Grundsicherung angewiesen sind. Die Rente mit 67 und die Zwangsverrentung ab 63 müssen zurückgenommen werden. Vielleicht hilft es ja manchem, Beispiele durchrechnen zu lassen mit den heutigen Erwerbsbiografien, um die Realität der Rentenentwicklung zu begreifen. " Solidarität statt Zerstörung" , Stärkung
des Gemeinwohls in der Gesellschaft statt Spaltung der Gesellschaft.
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