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Politik - Abgeordneten-Telegramm

 Katrin Kunert

Katrin Kunert

Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark

 

 

13.07.2008 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm XXXIII

Landwirtschaft

Als ich vor 34 Wochen mit meinem ersten Telegramm auf Sendung gegangen bin, wollte ich jenseits von trockenen Pressemitteilungen, (mit denen Abgeordnete immer gern die Redaktionen bombardieren), über eigene Eindrücke, politische Tatsachen und meine Vorstellungen berichten.
Die Reaktionen von Ihnen bestätigen mich. Was mich aber in der letzten Zeit stört, dass mancher Kollege schnöde Parteipropaganda mit Angriffen auf die anderen startet.
Natürlich gehört ein politischer Seitenhieb immer zum Geschäft, aber wilde Wahlkampfrhetorik lässt die Berichterstattung irgendwie verkommen! Oder? Die nächste Bundestagswahl ist erst am 27.09.09! Und Umfrageergebnisse werden durch die Angriffe auch nicht besser!


Am vergangenen Wochenende habe ich die Altmärkische Tier- und Gewerbeschau in Krumke besucht. Für mich war es sehr interessant zu erfahren, welche Rassen in der Milchwirtschaft in der Altmark anzutreffen sind. Schließlich liegt meine Ausbildung schon Jahre zurück....
Die Rassen haben sich verändert, die Arbeiten in der Milchwirtschaft hingegen nicht. Zweimal täglich melken (Trockenzeit natürlich ausgenommen), zweimal füttern und das 365 Tage im Jahr. Die Besamung der Färsen und Kühen muss pünktlich erfolgen, die Kälberversorgung uvm. Können nicht durch Maschinen ersetzt werden und die Betriebskosten entwickeln sich auch in der Landwirtschaft.

Deshalb beteiligen sich wieder ein Großteil der Bauern am Lieferstopp, denn die geforderten Milchpreise werden nicht gezahlt. Handel und Milchverarbeitung beharren in ihrer Vormachtstellung. Mit dem wiederholten Lieferstopp wollen die Bauern die Molkereien an den Verhandlungstisch zwingen.
Die Bäuerinnen und Bauern müssen kostendeckende Preise bekommen! Meine Unterstützung haben sie, schade nur, dass die Ministerin Frau Wernicke nichts dazu bei der Eröffnung der Tierschau gesagt hat. Denn Politik muss sich endlich einmischen!
Ich werde in den nächsten Tagen Milchbauern und die Bauernverbände besuchen. Ich bleibe dabei, eine Altmark ohne die Milchbauern kann und will ich mir nicht vorstellen!

Ihre Katrin Kunert
Fraktion Die LINKE im Bundestag

 

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