Politik - Abgeordneten-Telegramm

Katrin Kunert
Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark
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14.03.2008 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm XVII Mindestlohn 2Im Dezember 2007 wurde der Postmindestlohn verhandelt und sollte durch das sogenannte Entsendegesetz gesichert werden. Sie werden sich erinnern, so mancher Abgeordnete feierte dies als großen Erfolg. Ich habe mich damals der Stimme enthalten, weil für die Postbediensteten im Osten ein geringerer Lohn verhandelt wurde. Wenn Mindestlohn, dann in Ost und West gleich. Aber das nur am Rande. Gegen den Postmindestlohn haben die privaten Post- Konkurrenten geklagt, wegen der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe. Nun urteilte das Berliner Verwaltungsgericht und erklärte
die Verordnung für rechtswidrig. Das Urteil macht deutlich, dass beim Thema Mindestlohn, wenn er denn ernsthaft gewollt ist, auch die juristischen Hausaufgaben gemacht werden und mögliche Schlupflöcher vermieden werden müssen. Deshalb finde ich, am gesetzlich geregelten Mindestlohn führt in Zukunft kein Weg vorbei! Ich bezweifle, dass es der Bundesregierung überhaupt ernst gewesen ist, den Beschäftigten menschenwürdige Löhne zu garantieren. Anders lässt sich nämlich die Reaktion von Wirtschaftsminister Glos nicht interpretieren, dass das Urteil ein Sieg für den Wettbewerb sei... Zu diesen Scheinaktivitäten gibt es nur eine Alternative:
Ein gesetzlicher Mindestlohn in Verbindung mit Branchenmindestlöhnen.
Ein solcher gesetzlicher Mindestlohn würde ein Existenz
sicherndes Einkommen für alle Beschäftigten ermöglichen.
Die LINKE fordert einen Mindestlohn von 8,44 Euro! Ein Blick
zu den Nachbarn zeigt: in Frankreich und Großbritannien
ist dies bereits Realität!! Ihre Katrin Kunert |




