Politik - Abgeordneten-Telegramm

Katrin Kunert
Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark
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19.03.2008 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm XVIII OstermarschOstern ist für viele Familien Anlass für kleine Feste, für die Christen endet die Fastenzeit und für Friedensaktivisten ist die Zeit der traditionellen Ostermärsche überall in Deutschland. Ostermärsche haben eine fünfzigjährige Tradition. Im April 1958 marschierten erstmals Friedensaktivisten von London nach Aldermaston, einem Ort der Atomforschung. Die unabhängige Friedensbewegung in Deutschland entstand 1959 als Reaktion auf die Beendigung der SPD- Kampagne "Kampf dem Atomtod". Die SPD hat sich mit Blick auf mögliche Regierungsbeteiligungen der Adenauer- Logik angepasst, der Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu widersprechen. Neben der Abschaffung der Atomwaffen sind die Kriegseinsätze in Afghanistan, Irak und die Auslandseinsätze der Bundeswehr Mittelpunkt der Auseinandersetzung in Reden und Bekundungen. Bundesweit werden in diesen Tagen viele mitmarschieren, um ihre Haltung für eine Friedenspolitik und friedliche Nutzung ehemaliger militärischer Liegenschaften zum Ausdruck zu bringen. In der Colbitz- Letzlinger Heide werden Soldatinnen und Soldaten für Auslandseinsätze in Afghanistan vorbereitet. Sie werden an der Waffe ausgebildet, üben Hausstürmungen und vieles mehr. Worauf sie aber nicht vorbereitet werden, ist die psychische Belastung, die in Kriegseinsätzen nachweislich immer mehr zur Bedrohung wird. Seit die Bundeswehr in Auslandseinsätzen tätig ist, nehmen Fälle von traumatisierten Soldatinnen und Soldaten zu. Posttraumatische Belastungsstörungen sind eine Krankheit, die erst seit zwei Jahren durch Bundeswehr und Politik thematisiert werden. Bisher wurden die Erkrankungen heruntergespielt. Und in der Truppe wurden Betroffene stigmatisiert! Für mich steht fest, mit Krieg kann man den Terror nicht bekämpfen! Rüstungsgelder müssen für einen friedlichen Aufbau in Afghanistan genutzt werden. Und Deutschland hat auch kein Recht, durch Kriegseinsätze seine Soldatinnen und Soldaten krank zu machen! In diesem Sinne. Frohe und friedliche Ostern!
Ihre Katrin Kunert |




