Politik - Abgeordneten-Telegramm
Katrin Kunert
Kommunal- und sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE.
Geboren am 06.04.1964, Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)
Landesliste Sachsen-Anhalt - Wahlkreis 66 Altmark
20.07.2008 – Berlin - Abgeordneten-Telegramm
XXXIV
Pendlerpauschale 2
Alle guten Dinge sind drei...sagt der Volksmund. Ich widme
mich heute nun zum dritten Mal der Pendlerpauschale, die ja
bekanntlich trotz gegenteiliger Behauptungen vor der Wahl
, nach der Wahl ( ab 2007) erst ab dem 21.km steuerlich geltend
gemacht werden kann.
Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich
zwischen Wohnort und Arbeit pendeln müssen, ist dies
ein Schlag ins Gesicht. Schließlich verlangt man den
Menschen im Land ab, dass sie der Arbeit hinterherfahren,
also flexibel sein sollen.
Nun gibt es seit Monaten die Auffassung des Bundesfinanzhofes
, dass die Kürzung der Pendlerpauschale verfassungswidrig
sei! Der Bundesfinanzhof hat zudem zwei Klagen von Steuerzahlern
an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet.
Am 10. September nun soll beim BVG eine erste mündliche
Verhandlung stattfinden, in diesem Jahr soll es noch zu einem
Urteil kommen. Es kommt also Bewegung in die Sache.
In Bewegung sind auch die Landesverbände der SPD gekommen,
neun von 16 Landesverbänden haben sich für die alte
Pendlerpauschale ausgesprochen. Sie finden ein Abwarten bis
zum Urteil des BVG verschärfe die Diskussion und Belastung
der Arbeitnehmer und führe zu Vertrauensverlusten!
Ich finde die Kürzung der Pendlerpauschale hat von Anfang
an die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verschlechtert!
Gut, der Vertrauensverlust für die SPD ist selbstverschuldet.
Nur leider geht dabei generell das Vertrauen in Politik zunehmend
den Bach runter.
Am 8. November 2007 schon hatte der Bundestag die Möglichkeit,
die alte Pauschale zu aktivieren.
Er hat mit Mehrheit abgelehnt, was heute so eindringlich gefordert
wird! Vielleicht gelingt es ja der SPD, ihren Finanzminister
auch davon zu überzeugen!
Nur zur Klarstellung: ich bin sehr für ausgeglichene
Haushalte, aber die Frage ist immer, auf wessen Kosten dies
geschieht!
Ihre Katrin Kunert
Fraktion Die LINKE im Bundestag
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